Internationales Fest

Sa, 13. Aug. 2016 • 16:00 Uhr • Rathausplatz

Heute werden musikalisch Brücken geschlagen, denn Musik kann die Kluft zwischen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen überbrücken. Mit dieser Intention gestalten aus ihrer Heimat geflohene Instrumentalisten und deutsche Musiker das Musikprojekt „Bridges“. Dazu kommen Schüler, Lehrer und Absolventen der Academy of Stage Arts aus Oberursel mit einem völkerverbindenden musikalischen Kaleidoskop.

Die Grundidee von Bridges ist es, die Kraft der Musik zu nutzen, um Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten und hier in Deutschland gestrandet sind, zu integrieren, Differenzen zu überwinden und einander verstehen zu lernen. „Wir wollen mit diesem Projekt geflüchteten Musikern ein Gesicht und eine Stimme geben und Menschen unterschiedlicher Herkunft, Hautfarbe, Kultur und Religion zusammenbringen“, sagen die Macher von Bridges.

Zu dem Brücken schlagenden Musikprogramm servieren der Internationale Verein Windrose und der Kunstgriff internationale Speisen und Getränke – und garantieren einen abwechslungsreichen und Menschen vieler Nationen verbindenden Nachmittag und Abend. Und zum Abschluss gibt es noch einen tollen Film…

JULAM

!cid_FCA5F8C4-69A0-4569-8D40-4275D92A5852@Belkin JULAM besteht als Grundbesetzung aus den beiden Musikern Julian Kloka und Amir Vafa.
Amir ist 1993 in der afghanischen Provinz Daikondi geboren und als Kind mit seiner Familie in den Iran gezogen und dort aufgewachsen. Bereits in jungen Jahren hat er angefangen Gitarre und Klavier zu spielen und zu singen. Später nahm er Gesangsunterricht an der Musikhochschule in Teheran und trat dem dortigen philharmonischen Chor bei, mit dem er zahlreiche Auftritte bestritt. Bridges_032_64242014 zog Amir nach Deutschland, um seine musikalischen Pläne hier weiter zu verfolgen. Er schreibt und komponiert Songs und möchte so viel wie möglich vor Publikum spielen.
Julian ist 1987 in Frankfurt am Main geboren und in der Stadt Karben im Wetteraukreis aufgewachsen. Bereits als Kind fing er an Klavier zu spielen und nahm Unterricht an der Musikschule Bad Vilbel. Er fand Gefallen daran, mit verschiedenen Ensembles zu musizieren und nahm mehrfach am Wettbewerb “Jugend Musiziert” teil. Neben seiner Tätigkeit als Organist seiner Kirchengemeinde war er an der St. Lioba Schule als Pianist des Oberstufenchors aktiv. Die letzten Jahre widmete er sich zunehmend dem Songwriting, der Improvisation und Musikproduktion im kleinen Home-Studio.

Ensemble Hope

Ensemble Hope 2 Foto Detlef KinslerDas Ensemble Hope spielt vor allem afghanische und persische Musik, die der berühmte afghanische Robab-Spieler Ustad Ghulam Hussain sowie der in seiner Heimat erfolgreich gewesene iransiche Musikproduzent Pejman Kamilpanah mit nach Deutschland gebracht haben. Angereichert werden die traditionellen Lieder mit Flamenco- und Jazzeinflüssen durch Gitarrist Dennis Merz. Das Ensemble spielt auch einige Eigenkompostitionen der Ensemblemitglieder. Es spielen Ustad Ghulam Hussain: (Rubab), Dennis Merz (Gitarre), Mirwais Neda (Taba), Pejman Jamil Panah (Tar/Setar) und Mohamet Fazem Faquirzada (Gesang).

JATANA

Der Name des 6-köpfigen Ensembles bedeutet – übersetzt aus der eritreischen Sprache Tigrinya – soviel wie „Tradition“. Vier junge Eritreer haben schöne Melodien aus ihrer Heimat mitgebracht. Gespielt werden diese – mit Begleitung durch Gesang – auf landestypischen Zupfinstrumenten, den Krars. Mit dabei sind eine afrikanische Djembe, sowie ein australisches Didgeridoo.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Oberurseler Verein zur Förderung von Kunst und Kultur